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Crawling-Fehler erkennen und beheben

Wenn Google eine Seite nicht crawlen kann, rankt sie nie. So erkennst und behebst du Crawling-Fehler, bevor sie deine Sichtbarkeit kosten.

Intermediate6 min readLast updated: July 14, 2026

What you will learn

  • Was Crawling-Fehler sind und warum sie deine Sichtbarkeit gefährden
  • Der Unterschied zwischen Fehlern auf Website- und URL-Ebene
  • Wie du Crawling-Fehler mit der Google Search Console identifizierst
  • Welche Lösungsmethode zu welchem Fehlertyp passt
  • Wie du Crawling-Fehler durch proaktive Wartung vermeidest

Was sind Crawling-Fehler?

Crawling-Fehler treten auf, wenn ein Suchmaschinen-Crawler nicht auf eine Website oder einzelne Seiten zugreifen kann. Die Folge ist gravierend: Was Google nicht crawlen kann, gelangt nicht in den Index – und hat damit keine Chance zu ranken oder von KI-Systemen zitiert zu werden.

Der Weg einer Seite in die Suchergebnisse läuft über drei Stufen: Crawling (Bots entdecken URLs und rufen sie ab), Indexierung (der Inhalt wird analysiert und gespeichert) und Ranking (bei einer Suchanfrage werden passende Seiten sortiert). Crawling-Fehler unterbrechen diesen Prozess bereits im ersten Schritt. Deshalb gehört ihre Behebung zu den wichtigsten Aufgaben im technischen SEO.

Crawling, Indexierung und Ranking als Drei-Schritte-Prozess 2 1 3 CRAWLING INDEXIERUNG RANKING

Crawling, Indexierung und Ranking bauen aufeinander auf – ein Crawling-Fehler stoppt den Prozess schon im ersten Schritt.

Arten von Crawling-Fehlern

Crawling-Fehler lassen sich in zwei Kategorien einteilen: solche, die die gesamte Website betreffen, und solche, die einzelne URLs blockieren.

Example of a 'Page not found' 404 error page.

Fehler auf Website-Ebene

Diese Fehler behindern den Zugriff auf die gesamte Website oder große Teile davon – und haben daher höchste Priorität.

  • DNS-Fehler: Das Domain Name System übersetzt Domainnamen in IP-Adressen. Kann der Crawler den Server über den Domainnamen nicht erreichen, liegt ein DNS-Fehler vor. Ursachen sind Ausfälle beim DNS-Provider oder Konfigurationsprobleme.
  • Server-Fehler (5xx): Codes wie 500 Internal Server Error oder 503 Service Unavailable signalisieren, dass der Server erreichbar war, die Anfrage aber nicht bearbeiten konnte – oft durch Überlastung, Wartung oder Fehlkonfiguration. Anhaltende 5xx-Fehler führen dazu, dass Google das Crawling drosselt.
  • Probleme mit der robots.txt: Ist die robots.txt fehlerhaft oder nicht abrufbar, kann sie wichtige Seiten unbeabsichtigt blockieren oder den Crawler verunsichern.

Fehler auf URL-Ebene

Diese Fehler betreffen einzelne Seiten. Ein tieferer Blick auf die zugrunde liegenden Codes lohnt sich im Artikel HTTP-Statuscodes.

  • 404 Not Found: Die angeforderte URL existiert nicht mehr – gelöscht, verschoben ohne Weiterleitung oder ein fehlerhafter Link.
  • Soft 404: Die Seite liefert technisch einen 200 OK, wirkt inhaltlich aber wie eine Fehlerseite (dünner Inhalt, „Produkt nicht verfügbar" ohne Alternativen). Google behandelt sie oft wie echte 404-Fehler.
  • 403 Forbidden: Die Ressource existiert, aber der Zugriff wird verweigert – durch Firewall-Regeln, Server-Berechtigungen oder erforderliche Logins.
  • Weiterleitungsfehler: Probleme entstehen bei Weiterleitungsketten (mehrere Redirects hintereinander) oder -schleifen. Wie es richtig geht, zeigt Redirects.

Crawling-Fehler identifizieren

Das wichtigste Werkzeug ist die Google Search Console (GSC). So gehst du vor:

  1. Property auswählen: In der Search Console anmelden und die zu prüfende Website wählen.
  2. Indexierungsbericht öffnen: Unter „Indexierung" > „Seiten" siehst du den Status aller bekannten URLs.
Search Console pages overview (Indexing > Pages) with the 'Not indexed' and 'Indexed' tiles and a timeline chart.
  1. Fehler analysieren: Konzentriere dich auf den Abschnitt „Nicht indexiert". Achte auf Einträge wie „Serverfehler (5xx)", „Fehler bei Weiterleitung", „Nicht gefunden (404)", „Blockiert durch robots.txt", „Soft 404" oder „Zugriff verweigert (403)".
Search Console table 'Why pages are not indexed' with reasons such as '404', 'Page with redirect', 'Server error (5xx)' and 'Blocked by robots.txt'.
  1. Details anzeigen: Ein Klick auf einen Fehlertyp listet die betroffenen URLs – so erkennst du Muster.
Search Console detail view 'Not found (404)' with the list of affected URLs and the 'Last crawled' column.
  1. URL-Prüftool nutzen: Für eine einzelne URL zeigt das Tool, wie Google sie zuletzt gecrawlt hat und ob Probleme auftraten.
Detail of the Search Console menu with the 'URL inspection' item highlighted.

Ergänzend helfen SEO-Crawling-Tools wie Screaming Frog oder die Site-Audit-Funktionen von Semrush und Ahrefs, die deine Website wie ein Bot durchlaufen. Für die genaueste Sicht auf die tatsächlichen Serverantworten an Bots ist die Logfile-Analyse unschlagbar.

Crawling-Fehler beheben

Behebe Fehler systematisch und priorisiere sie: Zuerst die, die die gesamte Website betreffen, dann wichtige Einzelseiten mit viel Traffic oder vielen Backlinks, zuletzt unwichtige Seiten. Diese Tabelle fasst die typischen Lösungswege zusammen:

Fehler

Typische Ursache

Primäre Lösung

DNS-Fehler

Fehlerhafte DNS-Einträge

DNS-Konfiguration prüfen, Registrar kontaktieren

5xx Serverfehler

Überlastung, Softwarefehler

Serverressourcen optimieren, Hoster kontaktieren

Robots.txt blockiert

Disallow blockiert wichtige Seiten

robots.txt prüfen und mit URL-Prüfung testen

404 Not Found

Seite nicht mehr vorhanden

301-Weiterleitung einrichten oder sauber 404/410 liefern

Soft 404

Seite mit wenig Inhalt

Inhalt verbessern oder echten Fehlerstatus senden

403 Forbidden

Falsche Zugriffsrechte

Berechtigungen prüfen, Crawler nicht blockieren

Weiterleitungsfehler

Ketten oder Schleifen

Regeln korrigieren, nur eine 301-Weiterleitung nutzen

Ein 404-Fehler ist übrigens nicht per se schlecht: Für dauerhaft entfernte Seiten ist ein sauberer 404- oder 410-Status das richtige Signal. Problematisch wird es nur, wenn wichtige Seiten plötzlich 404 liefern oder wertvolle Links ins Leere zeigen.

Crawling-Fehler vermeiden

Proaktive Wartung verhindert viele Probleme von vornherein:

  • Regelmäßige Audits: Prüfe deine Website monatlich oder vierteljährlich mit der GSC oder SEO-Crawling-Tools.
  • GSC-Benachrichtigungen aktivieren: So erfährst du früh von neuen Fehlern.
  • Interne Verlinkung pflegen: Korrigiere fehlerhafte Links und sorge dafür, dass wichtige Seiten gut erreichbar sind. Grundlagen dazu unter interne Verlinkung.
  • Sitemap aktuell halten: Eine gepflegte XML-Sitemap hilft Crawlern, alle wichtigen URLs zu finden.
  • Ladezeit optimieren: Schnelle Seiten verbessern die Crawl-Effizienz und schonen das Crawl-Budget. Ansätze dazu unter PageSpeed optimieren.

Fazit

Crawling-Fehler beeinträchtigen die Sichtbarkeit einer Website erheblich, weil sie den Weg in den Index blockieren. Wer die Fehlertypen kennt, sie mit der Search Console systematisch identifiziert und gezielt behebt, legt die Grundlage für nachhaltigen SEO-Erfolg. Die Arbeit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess aus Überwachung, Wartung und Optimierung.

FAQ

Häufige Fragen

Die Seite gelangt nicht in den Index und kann damit nicht ranken oder von KI-Systemen zitiert werden. Sie bleibt über die organische Suche unsichtbar, egal wie gut ihr Inhalt ist.

Nein. Für dauerhaft entfernte Seiten ist ein sauberer 404- oder 410-Status korrekt. Problematisch wird es nur, wenn wichtige Seiten mit Traffic oder Backlinks 404 liefern – dann ist eine 301-Weiterleitung sinnvoll.

Eine Seite, die technisch einen 200 OK zurückgibt, inhaltlich aber wie eine Fehlerseite wirkt – etwa mit sehr dünnem Inhalt. Google behandelt solche Seiten oft wie echte 404-Fehler und indexiert sie nicht.

Die Google Search Console ist der Standard: Der Bericht „Indexierung" > „Seiten" listet nicht indexierte URLs samt Grund. Ergänzend helfen SEO-Crawler wie Screaming Frog und die Logfile-Analyse.

Quiz

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Fünf Fragen zum Erkennen und Beheben von Crawling-Fehlern.

Question 1 of 5

Was passiert, wenn Google eine Seite nicht crawlen kann?