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Folge 3

Ersetzt KI bald SEO-Jobs? Marketing zwischen Effizienz & Expertise

HostsOguzhan, Raoul, Sebastjan
Veröffentlicht
Dauer35 Min.
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Audio · Riverside
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Kurz gesagt

Worum es in dieser Folge geht

Vor zwei Jahren dachte Sebastjan beim Blick auf KI noch, was für ein Mist da rauskommt, heute kippt sein Zeitbudget von 70 Prozent Daten zusammentragen auf 80 Prozent auswerten. Wenn die Fleißarbeit wegfällt, an der man das Handwerk gelernt hat, wo lernen Berufseinsteiger es dann? Genau der Frage gehen Raoul, Oguzhan und Sebastjan nach, mit ihrer eigenen Ausbildungsgeschichte als Beispiel. Es geht um Meta-Tags als verschwundene Einstiegsaufgabe, um Kunden, die mit ChatGPT-Antworten gegenchecken, um den Aufbau eines Teams von null und um die Frage, wer die KI noch kontrolliert, wenn die Generation mit dem Wissen in Rente geht. Am Ende steht wie immer der praktische Tipp, diesmal für alle, die Angst um ihren Job haben.

  • Kunden schicken inzwischen ChatGPT-Antworten, um die Arbeit der Agentur gegenzuchecken. Sebastjan kontert, dass die Antwort eines Modells auf dem Durchschnitt des Durchschnitts beruht, und kein Kunde ist durchschnittlich.
  • Früher gingen rund 70 Prozent der Zeit ins Zusammentragen von Daten und 30 ins Auswerten, heute ist es umgekehrt. Sebastjan sagt trotzdem, er habe heute weniger Zeit als vorher, weil so viel mehr möglich ist.
  • Die Einstiegsaufgabe im SEO waren 50 Meta-Titles von Hand und ein bisschen Keyword-Targeting, daran konnte man sich beweisen. Oguzhan hält die Juniors von heute für schlechter dran, weil das Werkzeug ihnen die Arbeit abnimmt, das Denken aber nicht.
  • Beim Praktikanten am ersten Arbeitstag gehen die Meinungen auseinander. Sebastjan würde ihm die Google Quality Rater Guidelines zum Lesen geben, Raoul hält dem das 1.200-Seiten-SEO-Buch entgegen, das seit Jahren ungelesen in der Ecke steht.
  • „Die KI kann nicht mit dir auf der Arbeit Sliwowitz trinken.“ Das bleibt Sebastjans Argument für den Menschen im Team, und Oguzhan kontert mit AI, Alcoholic Intelligence.

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Buzzsozial, dem Podcast zu SEO, GEO und AI. In diesem Podcast erzählen euch drei SEO- und KI-Experten was über ein aktuelles Thema, wobei die anderen beiden nicht wissen, um was es geht. Heute bin ich dran mit dem Thema. Letztes Mal hat uns Oguzhan ein Thema mitgebracht, was sehr spannend war, heute habe ich ein Thema mitgebracht, und heute geht es um das Thema Marketing im Umbruch, wie KI unser Berufsfeld neu definiert. Was hattet ihr davon? Spannendes Thema. Ich bin mal gespannt, wie du uns dadurch moderierst, was du alles mitgebracht hast, weil das Themenfeld ist ja extrem groß.
Das heißt, viel Potenzial, um schön abzuschweifen. Mal gucken, wo uns das hinführt. Okay, wir versuchen es bei der halben Stunde zu halten, in der die anderen Episoden bisher waren. Erste Frage an euch beide, wenn ihr euch euren Arbeitsalltag heute anschaut beziehungsweise vergleicht mit vor einem Jahr oder mit vor zwei Jahren, was ist die drastischste Änderung, die ihr seht durch KI? Vor zwei Jahren habe ich mich schon mit KI beschäftigt und da damals dachte ich mir, was für ein Mist da rauskommt. Heutzutage ist das ein bisschen anders geworden und das hilft schon bei der Strukturierung der eigenen Gedanken.
Ich bin da selber ein bisschen ein besonderer Fall, weil das hilft mir auf jeden Fall bei der grammatischen Prüfung von meinen E-Mails und Texten. Aber man muss auch schon sagen, die KI ist soweit gekommen. Es unterstützt in Marketing in vielen Bereichen, sei es Bildgenerierung oder Strukturierung der Texte, Ideenfindung, hat aber auch immer noch sehr viele Schwachstellen, die man nur mit Kompetenz ausbügeln kann. Und ich glaube, wir sollten auch drüber heute reden. Oguzhan, was meinst du? Ja, Sebastjan hat schon viel gesagt zu dem Thema. Aber was so initial mein erster Gedanke war, wir haben ja agenturintern so ein bisschen den den begriff die sogenannte einfache arbeit die affenarbeit also die fleißarbeit und da hat die KI ganz deutlich reingefunkt und effizienz reingemacht das war so eins der ersten dinge die die mich da positiv gestimmt haben und mitgenommen haben, dass viele Einzeltasks sich wiederholende Arbeiten, einfache Arbeiten vor allen Dingen mit KI wesentlich effizienter gestalten lassen, sodass wir viel mehr Möglichkeiten und Raum haben halt für Qualitätssicherung, aber auch für das Thema Strategie.
Dass wir jetzt die Zeit, die wir haben, halt Wesen, die Stärke auf Strategie, Entwicklung, Kreativität in dem Bereich investieren können und nicht irgendwie noch tausende Zahlen in der Excel irgendwie durchgucken müssen, wenn du da noch irgendwie 50 Spalten drin hast, irgendwie Daten gegen zu checken etc. Also das war so eins der ersten Dinge, wo ich gesagt habe, wow, das ist ein echter Mehrwert. Aber wie Sebastjan gesagt hat, gibt uns hier auch Risiken. Nicht alles, was da rauskommt ist unbedingt eins zu eins anwendbar und direkt brauchbar.
Aber das Thema Effizienz, vor allen Dingen bei den einfachen Tätigkeiten, bei der sogenannten Affenarbeit, das war schon sehr stark. Hast du da vielleicht für unsere Zuhörer so ein Beispiel für so Affenarbeit, wo wir früher sehr lang dran saßen und was jetzt deutlich schneller geht durch KI? Ja, also ein Thema, was vielleicht jeder kennt, auch ohne jetzt Experte in dem Bereich sein zu müssen, gibt natürlich viele Themen, ist das klassische Meta- Titel, Meta-Description, Optimieren, Refreshen. Da haben wir, Oguzhan, uns in der Vergangenheit auch schon Gedanken gemacht, weil wir, wenn wir Shops beraten haben, die irgendwie tausende Produkte gehabt haben und x-tausend Landing Pages gehabt haben, wir uns da ja auch schon überlegen mussten, wie kriegen wir das effizient hin.
Effizient hin, das heißt wir haben mit Templates gearbeitet, mit Platzhaltern gearbeitet und so weiter. Aber mit KI kommst du auf ein ganz neues Level. Du bist wesentlich schnell unterwegs, du kannst Brand-Themen eintrainieren, beibringen, du kannst Tonalität beibringen, antrainieren und kommst dann sehr, sehr schnell auf ein Ergebnis, was sehr gut ist. Das heißt, die Erstellung des einzelnen Meta Title Descriptions ist vielleicht eine Arbeit von Sekunden, weil dann mehrere hundert gleichzeitig abgearbeitet werden können. Und die Zeit, die frei wird, kannst du viel stärker in das Thema Qualität dieser einzelnen Meta Title Descriptions stecken, indem du den Prompt, das Training davor, die Tonalität, das Markenbild richtig schön schärfen kannst, mit übergeben kannst.
Das ging früher bei diesen Templates, die wir quasi gebaut haben, wo wir mit Platzhaltern gearbeitet haben etc. nicht. Da haben wir auch schon, da kommst du dann relativ schnell auch an Grenzen, wenn es dann um Grammatik geht. Dann gibt es halt Produkte, die gewissen Artikel haben, die du nicht verwenden kannst, eine Ausprägung haben, die dann fehlt, oder ein Datenset, wo irgendwie Lücken sind, wo der Satz dann irgendwie keinen Sinn ergibt und so Geschichten. Das überbindest du mit der KI und kannst dann viel mehr in die Qualität investieren, wie du es vorher produzierst.
Das ist jetzt ein Beispiel, wie viele andere Beispiele auch. Du hast jetzt gesagt, die, die, die Zeit, die frei wird. Also das, was ich jetzt raushöre, ist, dass, dass wir schneller sind mit Themen, dass gewisse Sachen besser funktionieren mit KI, so grammatikalische Themen und so. Bleib mal bei dem schneller. Du hast gesagt, Qualität ist ein Thema, in das die gewonnene Zeit reinfließt quasi. Gibt es noch andere Themen, wo ihr sagt, wir gehen jetzt schneller, was machen wir mit der freien Zeit? Einfach mehr? Oder was seht ihr da?
Wir gehen da viel tiefer in die Thematik rein. Zum Beispiel noch ein Beispiel aus meinem Alltag. Es ist heutzutage viel einfacher, eine tiefe Benchmark-Konkurrenzanalyse im SEO zu machen, als es je war. Und daraus ergeben sich dann Potenziale, auf die die wir vor zwei Jahren überhaupt nicht eingegangen sind, weil keiner hätte das bezahlt vor zwei Jahren. Weil das erst mal rauszufinden und den Benchmark entsprechend zu priorisieren. Und das ist so ein Beispiel von vielen und mittlerweile, ich drehe den Spieß ein bisschen um, eigentlich habe ich heute weniger Zeit, als ich es vorher hatte, weil so viel möglich ist und man kann so tief reingehen und entdeckt Sachen, die man vorher, wie gesagt, nicht entdecken konnte oder der Kunde hat das nicht bezahlt und dann, dass ich eigentlich eine Kopie von mir selbst bräuchte, die nonstop nur promptet mit dem Wissen, das ich gerade habe.
Das gibt es nicht, aber das ist mein Alltag geworden. Das stimmt, also vor allen Dingen diese Datenaggregierung, die wir früher oft gehabt haben aus verschiedenen Tools oder APIs Sachen zusammen zu tragen, eine Excel zusammen zu kopieren. Ich meine, das Kopieren hatten wir auch schon übersprungen mit irgendwelchen Anbindungen und technischen Möglichkeiten, Skripten etc. Aber am Ende blieb immer noch die Auswertung an einem Klien. Und die KI ist ja mittlerweile schon so weit, dass sie zumindest Thesen anhand der Daten aufstellen kann, denen man nachgehen kann, nachschleifen kann, viel mehr Datenpunkte gleichzeitig sich angucken kann, als man es jetzt persönlich konnte, weil natürlich auch ein Großteil der Zeit in die Datenaggregierung gegangen ist, was wesentlich einfacher ist.
Und wenn man es geschickt anstellt, erinnert die KI auch ganz gut mittlerweile. Das war ja ein Problem, was wir jetzt als Berater auch hatten. Wenn du jetzt irgendwie fünf, zehn Excel-Sheets gehabt hast, dann hast du schon Schwierigkeiten gehabt, noch zu erinnern, was in dem ersten Sheet gewesen ist an Kernthese oder Output, dass du jetzt noch anwenden kannst, dass die KI ein bisschen besser, auch wenn dann noch Potential nach oben und Luft nach oben ist.
Aber wenn man jetzt sagen würde, wie die Verteilung der Zeit ist, dann ist es früher tatsächlich eher stärker in Daten zusammentragen, zusammenführen, sinnvoll visuell aufbearbeiten etc. gegangen. Vielleicht war es so was wie 70-30. Und jetzt kehrt sich das eher um. das Thema Daten eher 30%, 20% je nachdem, was man da gerade macht. Und 80% ist halt auswerten, Thesen rausholen, Schlüsse ziehen, Summaries draus machen und dann direkt hands-on Strategien, Taktiken draus entwickeln und weniger halt dieses Geplänkel vorher, sondern wirklich hands-on Daten aussprucken, mit dem der Kunde auch direkt loslegen kann.
Ja, kommen wir mal zum nächsten Thema, gewagte These oder gewagte Frage. Wenn du sagst, gerade die so einfachen Tasks, Metatags, Keywords vielleicht auch bewerten und solche Themen, Sachen, wo du einfach nur durch viele Files durchgehen musstest oder viele Mengen an Daten durchgehen musst und irgendwo eine Beurteilung, Auswertung schreiben. Das, glaube ich, stimmen wir alle überein. relativ obsolet mit mit KI brauchen wir denn noch Junior Manager oder macht das alles die KI beziehungsweise wandern diese Themen dann alle ins CMS oder in irgendwelche Automatisierung rein was denkt ihr wie was hat das Auswirkungen auf Berufseinsteiger?
Auf jeden Fall brauchen wir noch Juniors. Es passiert ja regelmäßig, dass wir von Kunden ChatGPT-Antworten bekommen, die unsere Arbeit gegebenfalls gegenchecken wollen und die Antwort von so einem Modell basiert ja auf dem Durchschnitt des Durchschnitts und kein Kunde ist durchschnittlich. Und da muss man den Kunden erklären, ja aber, weil ihr so und so und so aufgestellt seid, funktioniert das bei euch nicht. Und das das zu sehen und diese Zusammenhänge richtig zu interpretieren, das wird, ich wage mir zu behaupten, das wird KI nie ersetzen können, weil sie kennt ja nicht alle Besonderheiten von jedem einzelnen Projekt.
Und da sind wir schon wieder bei den eigenen Daten, bei den Daten, die KI nicht hat, aber wir haben die Daten von unseren Kunden und deswegen können wir dann mit der KI, mit der Hilfe von KI die richtige Daten reinspeisen und somit die richtigen Ergebnisse auch bekommen, egal in welchem Feld. Aber da sehe ich ein ganz großes Thema für die Zukunft, das was passiert, wenn wir mal in der Rente sind und das Wissen geht flöten. Wer checkt dann noch die Antworten von KI gegen?
Das ist eine relativ große Challenge, sorry Oguzhan, dass ich dir so ins Wort gefallen bin, aber gerade mal eine Antwort auf dich, Sebastjan. Wir sind sehr effizient geworden durch KI und machen ja mittlerweile ganz andere Sachen, auch viel mehr Prozessgestaltung und so, die du nur machen kannst mit diesem Know-how, das du über die Jahre mal aufgebaut hast. Und so ein typischer Job als Berufsanfänger, gerade jetzt im SEO, war natürlich, irgendwie mal eine Keyword-Recherche zu machen, einen Metatext zu schreiben. Auch so, hey, das sind jetzt mal 50 Metatext, du musst Keyword-Targeting machen, sodass du dich dort beweisen konntest, dort lernen konntest und dann immer mehr bekommen kannst.
Was du hier beschreibst, sind ja insbesondere Qualitätssicherungsprozesse, Themen, wo man wirklich auf Kundenspezifika eingeht und gar nicht mehr die Themen, wo du so diese beruflichen Basics lernst, wie erlernt man die denn? Also wie kommt jemand dazu hin, zu verstehen, was eigentlich einen guten Metatag ausmacht und was nicht? Oder muss so eine Person das gar nicht mehr können am Ende vom Tag? Also die Person braucht nur die Telefonnummer von Buzzmatic anzurufen. Ja, also das ist eine gute Lösung auf jeden Fall. Um nochmal auf deine Frage wegen den Junior-Manager zu kommen, ob man den noch braucht oder nicht.
Ja, man wird immer Junior-Manager brauchen, aber das Aufgabenfeld wird ein anderes sein. Der wird genau eben nicht mit den ersten Aufgaben starten, wie wir vielleicht gestartet sind, irgendeine Keyword-Analyse machen oder zu Fuß Meta Titles schreiben, Sebastjan, oder irgendwelche Domains mit Content füttern und so Sachen, oder Spin-Texte schreiben und verstehen, wie die Methode dahinter ist. Sondern die Juniors, die jetzt reinkommen, die müssen aus meiner Sicht, also die haben es schwerer, weil dieses Tool, was sie an die Hand bekommen, den viel Arbeit abnehmen kann, aber das Denken in der Weise, wie du es brauchst, um diese Kreativität zu entwickeln, nicht abnimmt, sondern deren Kreativität wahrscheinlich sogar eher einschränkt, was in dem Berufsfeld, wo wir unterwegs sind, extrem kontraproduktiv ist.
Das ist der Job des SEOs. Du bist ja maximal kreativ. Sei es im technischen Bereich, im Content-Erstellungsprozess, sei es im Offpage-Bereich etc. Es geht immer um Kreativität. Es geht immer darum, Ideen zu generieren. Manchmal auch Sachen zu verstehen, warum Google handelt oder KIs handeln, den technischen Background mitzunehmen etc. Jetzt ist das, was du eben gesagt hast Raoul, wenn dir alles vorgekaut wird, wo du auch nicht immer ganz genau weißt, ob das so 100% stimmt, weil es ja auch dann wieder nur aggregierte Dateninformationen sind, die du wieder bekommst, ist die Aufgabe der Juniors, die jetzt heranwachsen, schwierig.
Das heißt, die Aufgabe von Seniors wie uns muss es halt sein, die halt entsprechend zu trainieren, zu schulen, dass sie da hinkommen. Sie haben halt den großen Vorteil, sie können ihre Zeit wirklich wesentlich effektiver, würde ich vielleicht sagen, einsetzen als wir es damals konnten und schneller lernen tatsächlich. Aber du musst halt Typ Mensch dafür sein. Das ist wahrscheinlich nicht für jedermann geeignet, nicht gedacht.
Wir haben ja auch unsere Erfahrungen gemacht. Es kann Leute auch überfordern tatsächlich. Ja, spannendes Thema. Also ich denke schon immer, dass man viel lernt durch Hands-on. Das heißt, wenn du jetzt hingehst und dann lässt du es bei dem, auch wenn es ein abgetroschenes Thema ist, Metatext-Thema bleiben. Wenn du sagst, hier generiere mal 30 Metatext für diese Seiten, dann generierst du die, kopierst die irgendwohin. Hast du tendenziell deutlich weniger gelernt, als wenn du 30 Metatext Hände schreibst, dir überlegt, warum mache ich das jetzt so, wie formulierst du, dass es von der Länge passt, was will ich eigentlich, wen will ich eigentlich abholen.
Gerade so, dass man macht was drei, vier Mal, wiederholt das, das führt dir gerade dazu, dass du dir Dinge gut merkst. Insbesondere, wenn du es nicht richtig beurteilen kannst. Aber ich halte das für sehr, sehr spannendes Thema. Mal eine Frage an Sebastjan. Sebastjan, dich habe ich immer als jemanden abgespeichert oder kennengelernt, der sehr, sehr gut im Aufbau und im Management von Teams ist, auch ein sehr, sehr guter Motivator ist. Angenommen, du musst heute in, ich sag jetzt mal mittelgroßen E-Commerce ein SEO und Geoteam aufbauen. Wie würde das aussehen?
Wen suchst du da für dieses Team, wenn du Annahme ein Team from scratch aufbaust? Da hat sich meine Strategie seit 20 Jahren nicht verändert. Also der Erste, der zu mir kommt und sagt, ich mach da schon was privat. Ich hab da mal schon eine Webseite aufgebaut. Ich versuch schon mal, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Das ist das richtige Potenzial. Das ist das Material, mit dem wir dann auch arbeiten wollen. Weil im Endeffekt, wenn du dich auch privat mit dem Thema beschäftigst, dann bist du automatisch mindestens zweimal schneller unterwegs als einer, der das nur als Beruf und nicht als eine Berufung sieht.
Das hat sich nicht verändert. Es ist aber wichtig und da machen wir in dieser KI-Welt auch nicht unbedingt den besten Job gerade, sich Zeit für diese Person zu nehmen, dieses Potenzial zu entwickeln, sie zu begleiten. Das kann KI noch nicht übernehmen. Dieses persönliches, menschliches auf die richtigen Knöpfe zu drucken, bei den Menschen sich zu entwickeln in die Richtungen, die sie am meisten interessieren und da aufbauen und dann daran die Sachen anhängen, die sie jetzt nicht unbedingt interessieren, aber dann verstehen sie auf einmal diesen großen Zusammenhang, dass das schmerzt ein bisschen, dass die KI davon wegnimmt oder mindestens es sieht so aus, als ob sie das wegnehmen könnte, tu sie aber nicht.
Zusammengefasst, eine richtige Person zu finden, es muss keine jahrelangen Erfahrungen haben, aber Bock auf das Thema haben, da sieht man, wenn sie sich privater damit beschäftigt und eine Person zu haben, die genügend Zeit hat, diese Person auch aufzubauen. Und mit KI geht das heutzutage, so wie Oguzhan gesagt hat, auch schneller, weil man strukturierter arbeiten kann. Man kann auch Hilfe zur Selbsthilfe leisten, den Leuten beizubringen, wie sie richtig prompten oder wie sie richtig lernen sollten durch KI. Das ist ja mein Ansatz. Persönliches gepaart mit KI, guten Strukturen und ganz viel Herzlichkeit und menschliches Liebe.
Er will was sagen. Er scharrt schon mit den Hufen. Ich muss gerade denken, wie Sebastjan für alle, die uns zuhören und uns noch nicht kennen. Sebastjan hat mich ausgebildet, aber auch Raoul ausgebildet, was das Thema SEO, Online-Marketing und diese ganze Welt angeht. Welt angeht und alles, worüber wir gerade gesprochen haben, haben wir damals zu Fuß gelernt mit viel manueller Arbeit, aber dann auch mit Tools. Das sind alles Dinge, die KI irgendwie auch mitsteuern kann, etc., sich führen kann. Aber Sebastjan sagte eben dieses Persönliche, dieses Menschliche, das kann KI nicht.
Und da muss ich gerade an seine Sache denken. Die KI kann natürlich nicht mit dir auf der Arbeit Sliwowitz trinken und sich betrunken machen und du auf der Schublade deine Shots. Das kann die KI nicht. Das fehlt an meinem Thema Motivation. Warte, warte, warte, warte. Das spezialisierte KI, die wir in ein paar Jahren sehen werden. Das kann ich mittlerweile selber auch nicht mehr. AI, Alcoholic Intelligence. Das kriegen wir nicht ersetzt. Der Aspekt fehlt natürlich. Der Aspekt der Motivation. Ja, ist das ein Thema, ich glaube da würden wir abschweifen, aber was ich extrem interessant finde ist, dass du immer noch sagst, die Leute, die selber Projekte machen, eigene Sachen machen.
Ganz offen, ich bin da voll deiner Meinung, aber das sieht man in den letzten Jahren immer weniger. Auch einfach dadurch, dass das Berufsfeld Online Marketing und SEO so Mainstream geworden ist. Das heißt, du hast nicht mehr die Nerds so viel. Es ist auch nicht mehr so schnell was zu holen durch meine affiliate webseite zu machen und so. Das heißt ich sehe das weniger, obwohl jetzt eigentlich genau die perfekte Zeit ist dafür. Das ist so ein bisschen dieses Thema bei mir, wo geht die freie Zeit hin, die sich durch KI bietet, auch ganz viel dem rum experimentieren.
Wo man viel lernt, viel wegwirft, aber auch so die Nuggets findet, die halt super interessant sind, wo man wirklich wirklich themen skalieren umsetzen umsetzen kann bleiben wir mal so bei dem thema team Jetzt fängt, jetzt fängt ein Praktikant seinen ersten Arbeitstag an. Total motiviert, total total viel Bock, aber so unbeschriebenes Blatt, er kennt sich in dem, in dem Bereich quasi noch, noch überhaupt nicht aus. Was sollte diese Person an ihrem ersten Arbeitstag lernen? Schau dir erstmal an, wie Meta Tags sich aufbauen oder sollst du direkt den Python Kurs machen?
Was empfiehlt dir den Leuten? Oder brauchst du den Python Kurs gar nicht mehr, weil die KI den ganzen Code schreibt? Ja, tatsächlich brauchst du den wahrscheinlich gar nicht, weil ich hab ja auch keinen genommen und mittlerweile durch die Hilfe von Claude Code verstehe ich ja schon so ein bisschen, was da passiert und lass mir das die Sache auch programmieren.
Ich glaube, es ist immer noch wichtig, dass man den Leuten beibringt, was die Grundlagen des Marketing sind. Das fördert, glaube ich, dann die Kreativität, wenn es dann darum geht, Probleme zu lösen. Und wenn es dann darum geht, ein Problem zu lösen, dann können sie als Werkzeug die KI hinzuziehen und sagen, hör mal, ich habe diese Herausforderung aus meinen Grundzügen, Marketing, Online-Marketing, E-Commerce-Marketing, was ja auch nochmal anders sein kann, habe ich gelernt, Title, Description muss folgende Aspekte enthalten, ich muss den Nutzer auf die Seite bringen, und so weiter und so fort.
Also die technischen Aspekte muss er ja auch irgendwo können. Und dann sagen, hey, hier lade ich jetzt meine Excel hoch mit irgendwie 100 Zeilen, spuck mir mal was Passendes dazu aus. Und dieses Spuck mir was Passendes dazu aus ist ja dann das Thema Prompt, Das heißt, er muss wissen, wie ein Prompt zu strukturieren ist, aber braucht die Grundlagen, um zu wissen, was er der KI der mitgibt. Er kann der KI sagen, ich schreibe mir jetzt Texte. Die KI kann Texte schreiben, die zu lang sind, die nicht transaktional sind, also Title Description, die die Brand enthalten oder eben nicht enthalten und so weiter und so fort.
Das heißt, die Grundlagen muss man schon können oder verstehen, verstanden haben, damit man diese dann auch über Prompts an die KI geben kann, um das entsprechende Ergebnis zu bekommen. Wäre jetzt ein Ansatz. Ein anderer wäre, der ist der Ansatz eines faulen Seos.
Ich würde diese Person einfach die aktuellsten Google Quality Rater Guidelines, die waren zuletzt geupdatet, keine Ahnung, vor Jahren, die würde ich denen zum Lesen geben und einzustudieren. Weil da drin versteckt sich sehr viel Basicswissen für SEO und das ist ein gesunder Aufbau für alles, was danach kommt. Du meinst jetzt ein Praktikant setzt sich hin, druckt sich diese 150 Seiten aus und setzt sich ins Eck und liest das genauso wie die Mitarbeiter, die wir hatten, die gesagt haben, sie brauchen unbedingt das große SEO-Buch, um SEO zu lernen. sich dann 1200 Seiten SEO Buch auf Amazon bestellt haben.
Wir haben es natürlich gerne bezahlt. Und seitdem steht dieses SEO Buch genauso outdated mittlerweile in der Ecke. Ich würde eher die These nehmen, der smarte Praktikant von heute wird diese Quality Rater Guidelines in seinen ChatGPT werfen und sagen, bitte gib mir mal eine Zusammenfassung und nach einer Stunde wiederkommen und zu dir sagen, hey Sebastjan, ich hab's verstanden. Das steht da drin. Oder was ein gutes Zeichen wäre, weil dann hat er schon mal zumindest, zumindest KI irgendwo genutzt. Ich glaube tatsächlich eigentlich das, was wir auch gemacht haben, Raoul, also wo Sebastjan uns ein bisschen hingeschoben, getreten hat, zu sagen, ihr müsst euer eigenes Projekt machen, um es zu verstehen.
Ja, das war für uns ja damals noch relativ aufwendig, klar hat uns Sebastjan unterstützt, zu sagen, du brauchst ein Server, das sind DNS Records, dann musst du die Domain hier kaufen und so weiter. Also eigentlich könnte man in der Praxis sagen, du steigst jetzt ein, hier ist dein Mentor Claude Code, ChatGPT, Gemini, deine Aufgabe ist jetzt dein eigenes Webprojekt zu starten und die KI wird dich schon dazu führen, wo du eine Domain kaufen finden kannst, wie du die aufsetzen kannst, wie du vielleicht WordPress installierst, dass das vielleicht so eine der ersten Aufgaben ist, sodass ein Einsteiger auch in die ganze Welt Marketing einsteigt.
Und dann geht es ja dann auch um das Thema neben Technik, dann auch um das Thema Content, damit wir verstehen, worauf es ankommt, worauf es nicht ankommt. Man kann dann auch mal die ein oder andere Black Hat Taktik, sage ich mal, anwenden, lernen. Also das alles, was wir früher gemacht haben, was bei uns vielleicht noch wesentlich länger gedauert hat, schwieriger war, weil wir die Informationen uns selbst zusammentragen mussten oder auf Sebastjan gewartet haben, bis er uns die Lösung präsentiert hat. Hat uns ja auch schon mal gerne rechts, links falsch laufen lassen und nur um uns zu sagen, so wo es gut lang geht.
Das wäre glaube ich so ein guter Ansatz, weil dann hast du auch jemanden, der sich privat beschäftigt, ist ja dann teilweise dann sogar auch privat sich beschäftigen kann, was für sich selbst aufbaut und mit Hilfe von KI ist glaube ich wesentlich einfacher als so wie wir es gemacht haben vor 20 Jahren. Jetzt haben wir relativ viel über Berufseinsteiger geredet, aber gibt ja auch Leute, die viele Jahre in diesem Job sind, Experten auf ihren Bereichen sind. Als Agentur merken wir, dass jeder Kunde kann irgendwie mit ChatGPT Marketing oder SEO machen.
Das heißt entwertet das in irgendeiner Form unsere Dienstleistung oder trennt das am Ende nur die Spreu vom Weizen? Wie seht ihr das Thema? Wir sind ja immer sehr transparent mit unseren Kunden und wenn ein Kunde was gefunden hat, wo wir sagen, ja das ist genau das, das unterstützen wir, das stimmt, dann stimmt das auch und wenn der mit der Antwort kommt, die eigentlich keinen Sinn macht, dann nehmen wir uns die Zeit um zu erklären, warum das der Fall ist. Also es ist ja nicht so, dass alles scheiße wäre, was da rauskommt.
Es ist aber so, dass wenn was Falsches rauskommt, dann müssen wir auch schon unseren Teil leisten, um das zu erklären und da trennen sich die Guten von den Exzellenten. Wie viel Zeit du dir nimmst, den Kunden zu erklären, warum etwas anders ist, als das, was die KI gerade vorschlägt? Ich weiß gar nicht, ob das so viel anders ist, als es früher gewesen ist. Also ich habe schon tausendmal die Erfahrung gemacht, dass wir einen Audit machen und dann das Outcome sind die technischen Themen, dann wird das als Ticket in die IT gegeben.
Dann kommt Sven aus der IT und sagt, ich habe auf Blog XY gelesen, oder? Aber Google hat gesagt, das haben wir 20 Jahre ja schon gehabt, ob das jetzt ChatGPT macht oder ob das Sven aus der IT ist, unterscheidet sich da nicht sonderlich.
Sie referenziert die Quellen nicht mehr, das ist der Unterschied. Jetzt kriegst du eine Antwort, wo du so einen Text hast, scheinbar vom ITler geschrieben, wo er gesagt hat, so ist es. Du aber halt nach zehn Sekunden merkst, hey, warte mal, das ist das ist kompletter Crap, der irgendwie, wo ich auch schon echt teilweise patzig zurückgeschrieben habe, ist, dass ich sage, hey, du hast den Experten an der Hand, so liegt dir, ihr bezahlt für diesen Experten, liegt an euch, ob ihr jetzt unseren Aussagen oder das, was ChatGPT da irgendwie zusammenschreibt, glauben schenken möchte.
Also weil es hat so offensichtlich irgendwie was das macht, macht es ja auch teilweise echt schwer in der einen oder anderen Stelle da hin und her zu argumentieren. Aber ja, es ist ja das selbe Thema. Ja, das selbe Thema auf jeden Fall.
Macht auf jeden Fall Spaß. Top, da wir jetzt Richtung Ende kommen, beziehungsweise Richtung der magischen halben Stunden Marke. Wie gesagt, wir wollen immer mit einem praktischen Tipp enden. Die letzte Frage zum Abschluss. Was ist der wichtigste oder euer wichtigster Rat an einer Person, die Angst davor hat, dass KI sein Job übernimmt oder sein Job von KI ersetzt wird? Was ratet ihr dieser Person? Ganz tief ins Thema einsteigen. Ganz tief in das Thema KI einsteigen, sich damit auseinandersetzen und keine Angst davor zu haben. Die Angst mag, also aus meiner Sicht ist die Angst nur dann berechtigt, wenn man sich dagegen wehrt und sträubt und wenn man versucht sich abzuschirmen, zu konservieren.
Das Thema Online-Marketing, E-Commerce ist immer mit dem Thema Innovation verbunden. Die nächste Innovation wird auch kommen und nur diejenigen, die in der Lage sind, sich anzupassen, mitzugehen, die Innovation für sich gewinnbringend einzusetzen, indem sie effizienter werden etc. Die werden am Ende auch wieder gebraucht werden, überleben. Diejenigen, die sie sich irgendwie scheuen, da irgendwie nicht sich einarbeiten, nicht innovativ sein wollen, da sehe ich keine Chance. Es ist sogar so, meine Meinung nach, dass auch wenn die Person in einer Milieu ist, wo die künstliche Intelligenz schon ziemlich nah dran ist zu seinem eigenen Wissen, kann man da einen großen Mehrwert für sich selbst schöpfen, wenn man lernt, wie man diverse KI und Agents orchestriert, dass man lernt, wie man sie zusammen verknüpft, dass sie dann noch schneller und besser sind.
Das muss nicht unbedingt heißen, dass man jetzt besser sein muss, mehr wissen muss als die KI, aber wenn man weiß, wie man die KI zusammen wie ein Dirigent benutzt, wird man wertvoll noch für Jahre sein. Und das Thema entwickelt sich ja auch mit spezialisierten KI's. Und das Wissen wird sehr, sehr, sehr gefragt sein. Ist hauptsächlich jetzt so. Wie fängst du denn da an, Sebastjan? Das klingt gut, aber ... Personen, die bisher wenig mit KI zu tun haben, und merken, dass das Thema Copywriter sein lässt. Jemand, der über die letzten Jahre Copywriting gemacht hat, das sicherlich ein Feld, was zumindest stark abgenommen hat.
Wo fängt diese Person an, sich zu beschäftigen mit der Orchestration von verschiedenen KI-Agents? Das ist schon eine Stufe, die du erst mal erreichen musst. Normalerweise wissen die Leute ja nicht mal, dass es da irgendwie arg viel mehr gibt, außer das, was du im Chat von ChatGPT, Gemini und Co. siehst. Wie fängt man da an? Ich würde erstmal mir die Frage stellen, wo ist mein Mehrwert, wenn ich immer noch Copywriter bin und dein Mehrwert als Copywriter ist in dem Zugriff auf Daten, die nicht jede KI zur Verfügung hat.
Und dann heißt es, du musst dich darum kümmern, dass du Zugriff auf Daten bekommst, die unternehmenseigene sind. Sei es Kleinigkeiten wie, keine Ahnung, redaktionelle Guide oder was werden wir demnächst entwickeln und dann diesen Daten und mit schlauen Prompt das richtige Large-Language-Model für diesen Use-Case zu finden und zu benutzen. Wir reden jetzt noch nicht über Orchestrierung, über In-N-Out-Notes oder einfach damit anzufangen, das Wissen, das noch nicht überall zur Verfügung steht, in deinem normalen Workflow zu impfen und einfach anfangen, unterschiedliche Models auszuprobieren, sich zu informieren, welcher ist jetzt der bester für technische schreiben, welcher ist bester für Marketing oder Conversion Rate schreiben.
Das wäre mein erster Ansatz. Ganz pragmatisch. Super. Leute, vielen vielen Dank für alle euren Input. Ich glaube so langsam sollten wir es ausfaden lassen. Vielen Dank an die Zuhörer, dass ihr uns eine halbe Stunde lang zugehört habt oder vielleicht auch in doppelter Geschwindigkeit diesen Podcast durchgehört hat, weil wir einfach im Kopf und in der Stimme zu langsam sind. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns folgt, wenn ihr uns Likes gebt, wenn ihr uns Blumen sendet, wie wir gehört haben, Oguzhan, Sliwowitz ist auch möglich. Genau, Adresse findet ihr im Impressum und vielen Dank, dass ihr dabei wart. Ciao.

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